„Wir leben im typischen Hamburger Altbau”

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass mir das Leben in Hamburg SEHR gefallen hat? 😉 Ein Grund dafür war die schöne Altbauwohnung, die mir Freunde überließen, während sie selbst auf Weltreise waren. Es macht eben doch einen Unterschied, ob man für zehn Wochen in einem Hotelzimmer oder einem möbilierten Zimmer weit draußen (wie etwa in Norderstedt) haust, oder ob man Abends nach der Arbeit in ein Zuhause kommt, in dem man sich wohl fühlt, sich ausbreiten und sich Abendessen kochen kann. Es ist für mich deshalb besonders schön, das heutige Wohn-Interview mit Wiebke und Ralf – inzwischen wieder heimgekehrt – zu führen und Euch „meine” Hamburger Wohnung zu zeigen.

Ralf_Wiebke

Während Ralf und Wiebke die Welt entdeckten (hier in der bolivianischen Salzwüste Salar de Uyuni), eroberte ich ihr Zuhause…

Wie groß ist Eure Wohnung und wie lange lebt Ihr schon darin?
Die Wohnung ist 70 Quadratmeter und wir wohnen hier seit 1 Jahr und 3 Monaten.

Wie würdet Ihr Eure Wohnung bzw. Euren Wohnstil beschreiben?
Bei uns gibt es kein festes Konzept, wir stellen einfach Dinge in die Wohnung, die uns gefallen. Das können Möbel von Ikea, vom Flohmarkt oder Erbstücke sein. Wichtig ist, dass die Sachen zu uns und unserer Wohnsituation passen und wir uns damit wohl fühlen.

Was gefällt Euch am besten an Eurer Wohnung? 
Wir leben in einer typischen Hamburger Altbauwohnung und lieben die alten Dielen, die hohen Wände und den Stuck. Die Wohnung ist sehr hell und freundlich. Das Besondere ist aber, dass alle fünf Räume sternförmig vom Flur abgehen und wir von dort alle Zimmer im Blick haben. Abgesehen von unserer Wohnung ist auch das Haus an sich sehr schön. Jeden Tag wenn wir die Eingangstür aufschließen, ist im Hausflur der rote Teppich für uns ausgerollt. 😉

Wo verbringt Ihr die meiste Zeit in der Wohnung?
Der gemütlichste Ort ist für uns das Bett, weil es größer und weicher ist als die Couch. Dort verbringen wir super viel Zeit und an keinem anderen Ort kann man gemütlicher frühstücken, lesen, lernen, häkeln…

Wie wird für Euch aus einer Wohnung ein Zuhause?
Das Zuhause ist für uns da, wo auch der Partner ist und wo wir uns wohl fühlen. In der Wohnung haben wir uns von Anfang an aufgehoben und sicher gefühlt. „Zuhause“ wird für uns also über ein gutes Gefühl definiert und hängt nicht von Dingen oder Möbeln ab.

Was habt Ihr in der Wohnung selbst gemacht oder selbst gestaltet?
Wir haben die Küche eingebaut und die Geräte angeschlossen, die Lampen angebracht… die ganz normalen Dinge also, wenn man eine Wohnung einrichtet. Daneben haben wir die Wandtafel in der Küche gestaltet und die Küchenstühle vom Sperrmüll geholt, abgeschliffen und weiß gestrichen. Das Regal im Wohnzimmer besteht aus Weinkisten aus dem Räumungsverkauf eines kleinen Delikatessenladens – die haben wir auch weiß gestrichen.

Was würdet Ihr gerne ändern bzw. was fehlt noch?
Was in der Wohnung fehlt ist eine große gemütliche Couch, damit wir auch mal mehr Zeit im Wohnzimmer verbringen. Eigentlich bräuchten wir auch ein weiteres Zimmer, um uns auszubreiten… ein Durchbruch in die Nachbarwohnung wäre also nicht schlecht. 😉

Was liegt auf Eurem Nachttisch?
Unsere Nachttische haben wir aus Bücher- und Zeitschriftenstapel gebaut und darauf steht eine schlichte Leselampe. Ansonsten ändert sich das Drumherum immer je nachdem, was wir gerade brauchen: das Handy, Fachliteratur, Modemagazine, ein Glas Wasser… und manchmal auch der Laptop.

Habt Ihr einen Deko-Tipp?
Wir mögen es eher schlicht, deshalb gibt es bei uns keinen Schnickschnack. Schöne Bilder an der Wand und Kerzen – das reicht als Deko.

Woher kommen Inspirationen, neue Möbel, Einrichtungsideen?
Wir gehen nicht gezielt auf Möbelsuche, sondern finden schöne Dinge eher im „Vorbeigehen“. Wir lieben es beispielsweise, Möbel vom Sperrmüll oder Trödler zu besorgen und aufzubereiten. Ideen für die Einrichtung holen wir uns in den Wohnungen von Freunden, aber auch aus Magazinen.

Beeinflusst der Stadtteil, in dem Ihr lebt, Euer Wohngefühl?
Ja klar, der Stadtteil ist total wichtig. Eimsbüttel ist ein bunter Stadtteil mit kleinen Geschäften, Boutiquen und Cafés, hier leben viele junge Familien und unsere Lieblings-Videothek „Filmraum“ ist gleich um die Ecke. Hier ist es nicht zu hektisch, aber auch nicht verschlafen. Der Stadtteil passt einfach zu uns.

Ralf_Wiebke_01

Ralf_Wiebke_02

Ralf_Wiebke_03

Ralf_Wiebke_04

Ralf_Wiebke_05

Ralf_Wiebke_06

Ralf_Wiebke_07

Ralf_Wiebke_08

Ralf_Wiebke_09

Ralf_Wiebke_10

Ralf_Wiebke_11

Ralf_Wiebke_12

Ralf_Wiebke_13

Ralf_Wiebke_14

Ralf_Wiebke_15

Vielen Dank Wiebke und Ralf – nicht nur für das Interview, sondern ganz besonders auch dafür, dass Ihr mir Eure Wohnung anvertraut habt. Ich habe mich sehr wohl gefühlt!

6 Kommentare

  1. Auch von mir ein Dankeschön unbekannterweise an Wiebke und Ralf, dass ich über ein Wochenende Gast in Eurer Wohnung sein durfte. Eure Wohnung und „Euer“ Stadtteil sind schon toll und Hamburg sowieso.

  2. Echt tolle Fotos! Die Idee mit den Nachttischen aus Büchern gefällt mir sehr gut. Und auch das nach Farben sortierte Bücherregal hab ich so noch nicht gesehen! Schön, dass du so eine tolle Zeit in Hamburg hattest :-)

  3. hamburg ist schon die schönste aller städte und ich kann mir gut vorstellen, dass du dich in dieser traumwohnung so wohl gefühlt hast! wirklich tolle fotos!

  4. Das sieht wirklich nach einer Wohnung aus, in der man sich richtig wohlfühlen kann. Meine Lieblinge sind der Todo-Listen-Bezwinger und das gemusterte Kissen auf dem Küchenstuhl – dabei ist Rot sonst so garnicht meine Farbe!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *