Ein gemütliches Nest in toller Lage

Bevor ich nach Hamburg gegangen bin, haben uns unsere lieben Nachbarn Boris und Anja an einem wunderbar milden Abend zum Grillen eingeladen. Es gab nicht nur leckeren Rotwein, Salat und fantastische Burger mit Biofleisch und Guacamole, sondern für mich obendrauf noch ein Wohn-Interview mit den Beiden.

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Wie groß ist Eure Wohnung und wie lange lebt Ihr schon darin?
Die Wohnung ist ungefähr 95 Quadratmeter groß und wir leben hier seit ziemlich genau 12 Jahren.

Wie würdet Ihr Eure Wohnung bzw. Euren Wohnstil beschreiben?
Boris: Gemütlich. Und Anja hat alles vollgeplüscht.
Anja: Bitte? Hier ist doch kein Plüsch. Also ich würde sagen es gibt hier mehrere Stile. In der letzten Zeit ein bisschen Shabby, ansonsten gerne auch alte Sachen, manchmal ein paar Sammelstücke…
Boris: Einen Stil in dem Sinne haben wir nicht. Das hier ist unsere Mischung. Wir haben sehr sehr praktische Sachen, teilweise aber Jahre gebraucht, um gute Lösungen für die eine oder andere Ecke zu finden. Wir haben Dinge gekauft, die schon lange wieder draußen sind, dafür aber auch Möbel, die schon 20 Jahre alt sind.

Was gefällt Euch am besten an Eurer Wohnung? 
Boris: Lage, Lage, Lage. Und der Balkon.
Anja: Ja, die Lage ist wirklich schön. Und, dass das hier unser Heim ist, unser Nest.
Boris: Das stimmt. Ich freue mich immer wieder hier zu sein, jeden Tag auf´s Neue.

Wo verbringt Ihr die meiste Zeit in der Wohnung?
Anja: Also im Sommer verbringe ich definitiv die meiste Zeit draußen auf dem Balkon.
Boris: Ich als Raucher auch.
Anja: Im Winter, wenn schlechtes Wetter ist, bin ich sehr viel im Wohnzimmer auf der Couch.
Boris: Ich als Raucher auf dem Balkon. Oder auch vor der Kaffeemaschine.
Anja: Ja, in der Küche sind wir auch viel.

(Anmerkung von Sandra, 3-ZKB: Wenn es draußen kalt und finster ist, sieht man auf dem Balkon von Boris nur einen dunklen, warm eingepackten Schatten und das Glühen seiner Zigarette. ;-))

Wie wird für Euch aus einer Wohnung ein Zuhause?
Wir haben uns damals sehr viele Wohnungen angeschaut, aber als wir hier reingekommen sind, dachten wir sofort, das ist es! Die Wohnung hat gleich zu uns gepasst und war unser Zuhause, noch bevor die Möbel drin standen.

Was habt Ihr in der Wohnung selbst gemacht oder selbst gestaltet?
Anja: Als wir eingezogen sind, musste sehr viel gemacht werden: Das Bad brauchte eine Grundsanierung, es gab noch keinen Balkon…
Boris: Das Bad habe ich mit den Handwerkern zusammen gemacht. Das sah total schlimm aus und war die erste Baustelle, die ich in Angriff genommen habe. Mit den freigelegten Balken ist es sehr gemütlich geworden. Den Kamin haben wir selbst eingebaut und den begehbaren Kleiderschrank für Anja habe ich auch selbst gebaut. Dafür habe ich einfach einen Teil des Gästezimmers mit weißen Lamellentüren abgetrennt und dahinter Stauraum aus Regalbrettern und Stangen geschaffen.
Anja: Boris hat sich um das Handwerkliche gekümmert, ich bin für die kleinen Dekosachen zuständig.

Was würdet Ihr gerne ändern bzw. was fehlt noch?
Anja: In der Wohnung selbst erstmal gar nichts. Wir würden aber den Dachboden gerne ausbauen.
Boris: Das soll unser zweites Wohnzimmer werden, in dem dann auch Gäste schlafen können. Im Moment ist unser Ankleidezimmer noch das Gästezimmer.

Was liegt auf Eurem Nachttisch?
Anja: Ein Buch, mein Wecker und ein Bild. Unter dem Nachttisch stapeln sich meine Zeitschriften.
Boris: Bei mir steht mein Lichtwecker und der CD-Player, weil wir zum Einschlafen immer eine CD hören.

Habt Ihr einen Deko-Tipp?
Anja: Ich finde besonderen Lichteinfall, wie beispielsweise durch Bodenlampen, oder auch Kerzen immer total schön. Und klar, Blumen mag ich auch.
Boris: Also mein Dekotipp ist der gleiche wie beim Renovieren: Hör bei 80 Prozent auf.

Woher kommen Inspirationen, neue Möbel, Einrichtungsideen?
Anja: Die meisten Ideen hole ich mir aus Zeitschriften. Manchmal inspirieren mich auch Wohnungen von Freunden. Viele Sachen sehe ich aber auch im Ausland, auf die man nie kommen würde, weil das in Deutschland nicht gang und gäbe ist.
Boris: Anja sagt immer was sie will, ich sage dann, was davon sich auch wirklich realisieren lässt. Wir suchen oft auch Dinge, die uns praktisch erscheinen, die es aber einfach nicht gibt. Wie zum Beispiel einen Ecksessel. Deshalb macht man am Ende viele Sachen einfach selbst.

Beeinflusst der Stadtteil, in dem Ihr lebt, Euer Wohngefühl?
Anja: Wir sind ja jetzt schon ein paar Jahre zusammen und haben auch schon in anderen Stadtteilen gelebt. Unsere Wohnung in Heisingen beispielsweise war im Sommer immer ganz toll, da hatten wir einen großen Garten, in dem wir viele Partys gefeiert haben. Aber im Winter gab es da nicht so viel. Und hier in Rüttenscheid gibt es für uns das ganze Jahr schöne Sachen. All unsere Freunde leben hier und wir haben Familie um uns herum. Man muss sich noch nicht mal mehr anrufen, sondern geht in 2-3 Läden und weiß, da sind Freunde und Bekannte.
Boris: Mich beeinflusst es sehr, dass alle Häuser in unserer Straße kleine Vorgärten haben und nicht direkt an der Straße stehen. Und dass ich die vielen Ausgehmöglichkeiten mag, versteht sich ja von selbst.
Anja: Toll ist natürlich auch, dass es hier alles gibt. Es gibt den Grugapark, Freizeitaktivitäten wie Kino oder Theater, es gibt ein Schwimmbad, man ist mal eben zu einer Joggingstrecke gelaufen… einfach perfekt.

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Vielen Dank liebe Anja und lieber Boris, dass ich Euer Zuhause fotografieren durfte und Ihr Gast in meiner Blogserie „Interviews“ seid.

Aufmerksame Leser haben Boris vielleicht wiedererkannt, denn er war bereits mit seiner silbernen Zuckerdose aus dem Rüttenscheider Hof zu Gast in meiner Reihe „Lieblingsstücke“.

5 Kommentare

  1. Wunderschöne sympathische Wohnung! Der kleine Aufgang zum Balkon und die Badewanne sind der Knaller. Danke fürs da reinschauen, toll!

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