Ein Abend bei Lokaldesign

Ende vergangenen Jahres war ich zusammen mit Bloggerinnen aus Hamburg zu einem Abend bei Lokaldesign eingeladen. Katharina und Julia öffneten für uns nach Ladenschluss die Türen ihres Geschäfts und gaben uns die Möglichkeit, Designern über die Schulter zu schauen und den kreativen Schaffensprozess live mitzuerleben.

Lokaldesign sitzt am Schulterblatt im Schanzenviertel. Das Besondere: Katharina und Julia fördern mit ihrem Konzeptstore junge Designtalente und helfen so, besondere Möbelideen vom Skizzenblock ins Leben zu bringen. Dabei ist ihnen vor allem eine lokale Produktion wichtig. Ich kannte und mochte Lokaldesign schon vor diesem Abend, da Katharina mich für ihr damals noch neues Online-Magazin interviewte und 3-ZIMMERKÜCHEBAD als Blog-Liebling im September 2013 vorstellte.

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Nachdem uns Katharina über die Zusammenarbeit mit dem Designnachwuchs und ihrer Arbeit erzählt hat, stellte Philipp Käfer von der Fachhochschule Coburg die Kooperation „seriell unkonventionell” vor und verschwieg dabei nicht, dass die Produktion von individuellem Design, fernab von serieller Massenproduktion, bisweilen ein nicht immer leichtes Geschäft ist.

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Als besonderes Highlight konnten wir anschließend drei Designern bei der Arbeit zuzuschauen:

Claudia Vogt arbeitete an einem ihrer großen Lampenschirme aus Papierbändern. „Trulla” heißen sie, verbreiten Abends eine wahnsinnig gemütliche Stimmung und werfen durch ihre netzartige Struktur interessante Schatten an die Wände.

Die street art-Künstlerin der bezaubernden „maens”-Zeichnungen, die man überall auf den Straßen Hamburgs entdecken kann, illustrierte und signierte Mini-Leinwände für uns. Mein kleiner Seemann hängt jetzt in unserem Arbeitszimmer und immer muss ich liebevoll schmunzeln, wenn ich ihn sehe.

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Richtig ans Arbeiten ging es dann mit Paul Evermann, der Bausets für seinen bender stool mitbrachte: einfach vier Beine eines alten Hockers oder Stuhls (oder wie wir Äste) mit Kabelbindern an die Sitzfläche aus Stahl (gibt es in zink, gelb, grün oder weiß) binden, fertig. Sieht cool aus und hält. Mich hat die Idee des bender stool sehr fasziniert. Nicht nur, weil man mit drei Zutaten ein multifunktionales Möbel bauen kann, sondern auch, weil das Ergebnis – je nach Kombination von Sitzfläche, Kabelbinderfarbe und Beinen – sehr unterschiedlich ist.

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Neben Möbeln, Lampen, Kissen und schönen Drucken gibt es bei Lokaldesign auch viele kleinere und sehr originelle Geschenkideen – ich hätte an diesem Abend das halbe Sortiment aus dem Laden schleppen wollen. 😉

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Lokaldesign_09Auf „Heinrich“ hatte ich auch ein Auge geworfen – so schön und so bequem!

Vielen Dank an alle für diesen tollen Abend und den Blick hinter die Kulissen!

Mich begeistert das Konzept von Lokaldesign und mir gefällt, dass Julia und Katharina dem Designnachwuchs mit ihrem Geschäft eine Plattform bieten. Deshalb war ich dort sehr gerne zu Gast, schreibe diesen Post und lege Euch Lokaldesign als Shoppingtipp für Euren nächsten Schanzenbesuch ans Herz. Ich war übrigens an Neujahr wieder da, habe mich gefreut, Katharina und Julia zu sehen – und natürlich auch gleich ein wenig geshoppt. 😉

4 Kommentare

  1. Scheint, als hättest du da ein wirkliches Kleinod entdeckt. Alleine auf den Fotos entdeckt man jede Menge Schätze.

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